Donald Trump: Der Denkmal-Trick, der sein goldenes Oval Office retten soll

Donald Trump: Der Denkmal-Trick, der sein goldenes Oval Office retten soll

Donald Trump hat das Oval Office und den angrenzenden Kabinettssitzungssaal im Weißen Haus zum Nationaldenkmal erklärt. Der Schritt soll es künftigen Präsidenten erschweren, die Räume ohne Zustimmung des Parlaments radikal umzugestalten. Er fällt in eine Woche, in der ein zweites Prestigeprojekt des Präsidenten vorerst gestoppt wurde.
Der Vorgang zeigt, wie Donald Trump in seiner zweiten Amtszeit mit dem Weißen Haus umgeht: als Bühne für sichtbare, oft goldene Veränderungen, die er gegen Kritik und gegen künftige Nachfolger absichern will. Seit 2025 und 2026 hat er mehrere bauliche Eingriffe am Regierungssitz angestoßen, die weit über gewöhnliche Renovierungen hinausgehen.
Warum erklärt Trump das Oval Office zum Nationaldenkmal?
Mit dem Denkmalstatus will Trump laut kurier.at verhindern, dass ein Nachfolger die wesentlichen architektonischen Elemente der beiden Räume ohne Zustimmung des Kongresses verändert. Die Anordnung soll demnach solche Eingriffe erheblich einschränken. Damit sichert Trump jene Gestaltung ab, die er selbst in seiner zweiten Amtszeit durchgesetzt hat: das Oval Office ließ er mit massenhaft Goldornamenten an den Wänden ausstatten.
Wie hat Trump das Weiße Haus bisher umgebaut?
Die Goldverzierung im Oval Office ist nur ein Teil seiner baulichen Handschrift. Trump selbst zeigte sich davon unbeeindruckt und trieb weitere Vorhaben voran.
- Den Ostflügel des Weißen Hauses ließ er abreißen, um Platz für einen großen Ballsaal zu schaffen, den er als den besten der Welt bezeichnete.
- Denkmalschützer klagen gegen den Ballsaal, der Bau darf aber vorerst fortgesetzt werden.
- Geplant ist zudem ein Triumphbogen in einem großen Kreisverkehr, der laut Trump größer werden soll als der Arc de Triomphe in Paris.
Was bedeutet der Baustopp am Triumphbogen für seine Pläne?
Eine US-Richterin ordnete eine vorübergehende Aussetzung der Arbeiten am Triumphbogen an. Der Baustopp soll zunächst zwei Wochen dauern, während Gerichte die Rechtmäßigkeit des Projekts prüfen. In dieser Zeit sind alle Arbeiten untersagt, auch das Abtragen von Rasenflächen für das Fundament.
Der Rückschlag beim Triumphbogen trifft Trump in einer politisch schwierigeren Phase. Bei den Midterm-Wahlen Anfang November 2026 erzielten die Demokraten einen erdrutschartigen Sieg.
Derzeit, im November 2026, kontrollieren die Republikaner noch das Repräsentantenhaus und den Senat, doch ab Januar 2027 übernehmen die Demokraten die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses. Für Trumps Bauvorhaben, die auf Zustimmung des Parlaments angewiesen sein könnten, dürfte das die Spielräume verändern.







