Stephen Miller: Die Härte, die ihn zu Trumps wichtigstem Berater machte

Stephen Miller: Die Härte, die ihn zu Trumps wichtigstem Berater machte

Donald Trump hat seine bisherige Stabschefin Susie Wiles entlassen und mit Stephen Miller einen der schärfsten Hardliner seiner Regierung zu ihrem Nachfolger gemacht. Miller übernahm am Montag offiziell die Position des Stabschefs im Weißen Haus. Zuvor hatten die Republikaner bei den Kongresswahlen 2026 deutlich Sitze an die Demokraten verloren.
Der Wechsel an der Spitze des Stabes fällt damit in eine Phase, in der Trump seine Mannschaft neu ausrichtet. Wiles war zuvor maßgeblich für die Kongresswahlstrategie der Regierung verantwortlich und hatte im Monat vor der Wahl einen Marathon aus 30 Auftritten in 20 US-Bundesstaaten organisiert.
Wofür steht Stephen Miller?
Der politische Stratege gilt als einer der wenigen engen Berater, die Trumps erste Amtszeit vollständig überdauerten, und zählt damit zu den langjährigsten Vertrauten des mittlerweile 80-jährigen Präsidenten.
Wie verlief der Weg zum Stabschef?
Trump verabschiedete Wiles auf der Plattform Truth Social mit Dank für ihre Arbeit. Die 69-Jährige wechselt nun in die politische Trump-Organisation, während Miller die Stabschef-Position im Weißen Haus übernahm. Der Schritt macht ihn zur zentralen Figur der zweiten Trump-Regierung.
Welche Entscheidungen prägten seine Karriere?
Mehrere migrationspolitische Vorhaben werden mit Millers Namen verbunden. Einige der zentralen Punkte im Überblick:
- Laut Berichten der New York Times soll Miller die Einstellung fast aller US-Flüchtlingsprogramme beeinflusst haben.
- Miller wollte das verfassungsmäßig verbriefte Geburtsrecht in den USA einschränken.
- Der US-Oberste Gerichtshof lehnte diese geplante Einschränkung des Geburtsrechts jedoch ab.
- Innerhalb der Regierung gilt die Besetzung von Ämtern mit loyalen Mitarbeitern seit Trumps zweiter Amtszeit als erklärtes Prinzip, dem sich auch Miller verpflichtet zeigt.
Wie tickt Miller im politischen Alltag?
Der demokratische Spitzenpolitiker Hakeem Jeffries bezeichnete Miller als gefährlichen Ausländerfeind und rücksichtslosen Extremisten. Miller selbst hat sich öffentlich nie von dieser Einschätzung distanziert und gilt im MAGA-Lager weiterhin als Vordenker, der auch unpopuläre Entscheidungen durchzieht.
Der Führungswechsel fällt zudem in eine Phase interner Spannungen: Vizepräsident JD Vance veröffentlichte kurz nach der Wahlniederlage einen kritischen Beitrag auf der Plattform X, in dem er den Iran-Krieg als Hauptursache für das schlechte Wahlergebnis nannte.







