Dennis Höfflin: Die Doktorarbeit, die aus Laserlicht eine Überwachungstechnik machte

Dennis Höfflin: Die Doktorarbeit, die aus Laserlicht eine Überwachungstechnik machte

Am Institut für Digital Engineering (IDEE) der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt hat Dennis Höfflin seine Promotion an der THWS abgeschlossen und seine Doktorurkunde erhalten. Seine Forschung drehte sich um eine neue Überwachungsarchitektur für Laserprozesse.
Drei Promotionen an der THWS: Höfflin erhält seine Doktorurkunde
Höfflin ist nach seiner Promotion am Technologietransferzentrum Marktheidenfeld tätig. Neben ihm haben zwei weitere Nachwuchswissenschaftler am Institut ihre Promotion erfolgreich beendet. Institutsleiter Andreas Schiffler hatte bereits bei einer Weihnachtsfeier 2025 das Ziel formuliert, dass 2026 das Jahr der Promotionen werden solle.
Dieses Ziel hat sich damit erfüllt. Für das Institut, das Forschung und Ausbildung im Bereich digitaler Fertigungs- und Assistenzsysteme verbindet, sind drei abgeschlossene Promotionen innerhalb eines Jahres ein deutliches Signal.
Wie Höfflins Forschung Laserprozesse überwacht
Im Zentrum von Höfflins Arbeit stand die Entwicklung einer Überwachungsarchitektur namens Synchronized Path Infrared Thermography, kurz SPIT. Die Technik soll Bearbeitungslaser optisch entkoppeln, indem synchronisierte Scanköpfe mit einer Hochgeschwindigkeits-Infrarotkamera zusammenwirken.
Damit lassen sich Laserprozesse präziser beobachten, ohne dass die Messtechnik den eigentlichen Bearbeitungsvorgang stört. Für die industrielle Fertigung ist das relevant, weil Fehler an Bauteilen dadurch früher erkennbar werden.
Maximilian Rosilius und Sophie Fischer: zwei weitere Promotionen am Institut
In seiner Doktorarbeit ging Maximilian Rosilius der Frage nach, welche Auswirkungen verschiedene Arten von Fehlern beim Zusammenspiel von Mensch und Maschine bei intelligenten Assistenzsystemen auf Leistungsfähigkeit, Belastung und Akzeptanz der Nutzer haben. Dafür entwickelte er ein integriertes Forschungs- und Evaluationsmodell, das verschiedene Fehlertypen voneinander unterscheidet. Rosilius arbeitet inzwischen bei Riedel Bau.
Sophie Fischer widmete sich einem völlig anderen Forschungsfeld: Mit erziehungswissenschaftlichem Blick ging sie der Frage nach, auf welche Weise Betriebe in der Region Mainfranken sich dem Klimawandel anpassen und dabei als Organisation Lernprozesse durchlaufen können.
Dabei brachte sie in ihrer Arbeit organisationales Lernen mit spielbasierten Lernmethoden und dem Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung zusammen. Fischer ist weiterhin am Institut für Digital Engineering tätig.
Was als Nächstes am Institut für Digital Engineering ansteht
Eine vierte Promotion ist am Institut bereits eingereicht und wartet auf ihren Abschluss. Möglich werden solche Qualifizierungswege für wissenschaftlichen Nachwuchs über die kooperativen Promotionszentren NISys und LiWa, die das Institut für Digital Engineering mitgestaltet hat.







