Wer ist Stefan Wagner, der Inhaber von NAHORA in Salzburg?

Wer ist Stefan Wagner, der Inhaber von NAHORA in Salzburg?

Sechzehn Jahre in der Industrie, Führungsverantwortung, berufsbegleitende Weiterbildung und später der Schritt in die Selbstständigkeit: Der berufliche Weg von Stefan Wagner führte durch unterschiedliche Branchen. Heute ist er Inhaber von NAHORA in Salzburg und beschäftigt sich mit einer Aufgabe, die auf den ersten Blick wenig mit seiner technischen Vergangenheit zu tun hat – der Betreuung und Begleitung älterer Menschen. Bei genauerem Hinsehen gibt es jedoch eine Verbindung: Wagner beschäftigt seit vielen Jahren die Frage, wie sich Abläufe so organisieren lassen, dass sie für Menschen tatsächlich funktionieren.
Stefan Wagner: Vom Werkzeugmacher zur Führungskraft
Seine berufliche Laufbahn begann Stefan Wagner nach eigenen Angaben mit einer Ausbildung zum Technischen Zeichner und einer anschließenden Lehre zum Werkzeugmacher. Danach blieb er 16 Jahre bei Mayer & Co Beschläge, kurz MACO. Dort führte ihn sein Weg vom Lehrling in unterschiedliche Aufgabenbereiche rund um Produktion, Prozessoptimierung, Industrial Engineering, Organisationsentwicklung und Führung. Parallel zum Beruf bildete er sich weiter. Zu seinen Stationen zählen laut Wagner der Werkmeister Maschinenbau, die Qualifikation zum REFA Industrial Engineer und ein berufsbegleitendes Studium im Bereich Business Management, das er mit einem MSc abschloss. Die technische Ausbildung prägt seine Arbeitsweise bis heute: Probleme analysieren, Abläufe strukturieren und Lösungen entwickeln, die auch praktisch funktionieren.
Warum für Stefan Wagner gute Prozesse Menschen brauchen
Mit zunehmender Führungsverantwortung rückte für Wagner ein anderer Aspekt stärker in den Mittelpunkt. Veränderungen funktionieren seiner Erfahrung nach nicht allein deshalb, weil Prozesse gut geplant sind. Entscheidend sei, ob die Menschen dahinter sie verstehen, mittragen und einander vertrauen. Diese Erkenntnis begleitete ihn beim Wechsel aus der Industrie in die Selbstständigkeit. Zunächst gründete Wagner ein Unternehmen im Bereich Social Recruiting und Marketing. Später war er am Aufbau eines Personal- und Recruitingunternehmens beteiligt und beschäftigte sich unter anderem mit Vertrieb, Unternehmensentwicklung und Strukturen. Der Schritt aus einem etablierten Industrieunternehmen in die Selbstständigkeit sei rückblickend eine seiner größten beruflichen Veränderungen gewesen.
Wie aus einer persönlichen Erfahrung NAHORA entstand
Der Impuls, sich mit Seniorenbetreuung zu beschäftigen, kam aus dem privaten Umfeld. Bei seinen eigenen Eltern erlebte Stefan Wagner, wie sich der Alltag verändert, wenn ältere Menschen zunehmend Unterstützung benötigen. Dabei geht es nicht immer sofort um Pflege. Häufig beginnen die Veränderungen mit kleineren Aufgaben: Termine koordinieren, Besorgungen erledigen, Fahrten organisieren oder regelmäßig nach dem Rechten sehen. Für Angehörige können sich diese Aufgaben nach und nach zu einer zusätzlichen Verantwortung neben Beruf und eigener Familie entwickeln. Wagner stellte dabei nach eigenen Angaben fest, wie schnell Angehörige in eine Situation geraten können, in der sie vieles gleichzeitig organisieren und tragen müssen. Gleichzeitig fehlt Familien zu Beginn häufig die Orientierung: Welche Form von Unterstützung wird benötigt? Welche Angebote gibt es? Und wie lässt sich Hilfe organisieren, ohne älteren Menschen unnötig Selbstständigkeit abzunehmen? Aus diesen Überlegungen entwickelte er NAHORA in Salzburg. Der Name fasst für Wagner den Grundgedanken zusammen: „NAH“ steht für Nähe, „HORA“ für Zeit. Beides soll dort entstehen, wo ältere Menschen Unterstützung brauchen und Angehörige Verantwortung nicht alleine tragen können.
Seniorenbetreuung in Salzburg: Unterstützung ohne unnötigen Verlust von Selbstständigkeit
Was Stefan Wagner an seiner heutigen Tätigkeit besonders interessiert, ist die unmittelbare Wirkung. In früheren Positionen ließen sich Verbesserungen häufig anhand von Kennzahlen oder organisatorischen Ergebnissen beurteilen. Bei der Seniorenbetreuung zeigen sich Veränderungen dagegen direkt im Alltag einer Familie. Dabei geht es aus seiner Sicht nicht darum, älteren Menschen möglichst viele Aufgaben abzunehmen. Vielmehr soll Unterstützung dort ansetzen, wo sie notwendig ist, damit möglichst viel vom gewohnten Leben, den eigenen Entscheidungen und persönlichen Routinen erhalten bleiben kann. Gleichzeitig bleibt die Tätigkeit organisatorisch anspruchsvoll: Zunächst muss geklärt werden, welche Unterstützung tatsächlich gebraucht wird. Danach folgen Abstimmung, Einsatzplanung und gegebenenfalls Anpassungen, wenn sich die Lebenssituation verändert. Seine Erfahrung aus früheren Tätigkeiten hilft Wagner dabei, Betreuung strukturiert zu organisieren, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren.
NAHORA setzt auf feste Bezugspersonen in der Seniorenbetreuung
Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und respektvoller Umgang nennt Stefan Wagner als wichtige Grundsätze seiner Arbeit. Gerade bei Betreuung im eigenen Zuhause spiele Vertrauen eine besondere Rolle. Wer regelmäßig in die private Lebenswelt eines älteren Menschen kommt, müsse respektieren, dass Unterstützung nicht automatisch bedeutet, Entscheidungen oder Aufgaben vollständig abzunehmen. Für die Seniorenbetreuung setzt NAHORA nach eigenen Angaben möglichst auf konstante Bezugspersonen und klare Ansprechpartner. Wagner hält häufig wechselnde Betreuungspersonen vor allem dort für schwierig, wo Vertrauen und persönliche Gewohnheiten eine große Rolle spielen. Von Menschen, die in diesem Bereich arbeiten möchten, erwartet er deshalb neben Zuverlässigkeit auch Geduld und Einfühlungsvermögen. Ebenso wichtig sei die Bereitschaft zuzuhören, denn nicht jede Form von Unterstützung lasse sich anhand einer festen Aufgabenliste bestimmen.
Entlastung für Angehörige als Teil der Seniorenbetreuung
Seniorenbetreuung betrifft aus Sicht von Stefan Wagner nicht ausschließlich ältere Menschen. Auch Angehörige spielen eine zentrale Rolle. Wenn Familienmitglieder über längere Zeit organisatorische Aufgaben übernehmen, kann die Belastung deutlich wachsen. Dabei sollen Angehörige Verantwortung nach Wagners Verständnis nicht einfach abgeben müssen. Gleichzeitig sollen sie diese auch nicht alleine tragen. Genau darin sieht er die Rolle von NAHORA: Aufgaben mittragen, verlässlich unterstützen und dort entlasten, wo der Alltag für Familien zunehmend schwer zu organisieren wird. Wagner fasst diesen Gedanken mit den Worten zusammen: „Wir tragen mit.“ Professionell organisierte Alltagshilfe kann deshalb auch darin bestehen, Aufgaben klarer zu verteilen und Angehörigen einen Teil der Koordination abzunehmen. Unterstützung soll möglichst früh dort beginnen, wo alltägliche Aufgaben schwieriger werden und nicht erst dann, wenn eine Familie bereits an ihre Grenzen stößt.
Stefan Wagners Blick auf Unternehmertum und Entscheidungen
Rückblickend würde Stefan Wagner seinem jüngeren Ich vor allem einen Rat geben: früher der eigenen Überzeugung vertrauen. Entscheidungen ausschließlich davon abhängig zu machen, was andere für richtig halten, habe ihn nicht immer weitergebracht. Auch den vermeintlich perfekten Zeitpunkt für berufliche Veränderungen sieht er heute kritischer. Viele Antworten entstünden erst während der Umsetzung. Diese Haltung habe sowohl seinen Wechsel in die Selbstständigkeit als auch die Gründung von NAHORA beeinflusst. Seinen technischen Hintergrund betrachtet er dabei nicht als abgeschlossene Vergangenheit. Vieles davon fließe weiterhin in seine Arbeit ein, nur mit einem anderen Schwerpunkt. Wo früher Produktions- oder Unternehmensprozesse im Zentrum standen, geht es heute darum, Betreuung so zu organisieren, dass sie im Alltag älterer Menschen und ihrer Angehörigen funktioniert.
Was Stefan Wagner mit NAHORA vorhat
Für die kommenden Jahre möchte Wagner NAHORA als verlässliche Anlaufstelle für Senioren und Angehörige in Salzburg etablieren und das Betreuungskonzept perspektivisch auch auf weitere Regionen übertragen. Wachstum allein sei für ihn dabei nicht das entscheidende Ziel. Wichtig sei, dass persönliche Ansprechpartner und konstante Beziehungen auch bei einer größeren Organisation erhalten bleiben. Damit verbindet Stefan Wagner seine frühere Erfahrung mit seiner heutigen Tätigkeit: Entscheidend ist für ihn nicht nur, ob Abläufe funktionieren, sondern ob sie Menschen im Alltag tatsächlich helfen. Für ältere Menschen bedeutet das, möglichst viel vom eigenen Leben und der eigenen Selbstständigkeit zu bewahren. Für Angehörige bedeutet es, Verantwortung nicht abzugeben, sie aber auch nicht alleine tragen zu müssen.
Wer mehr über den Werdegang von Stefan Wagner und das Angebot seines Unternehmens erfahren möchte, findet weiterführende Informationen unter www.nahora.at.
Impressum:
NAHORA – Damit Zuhause Zuhause bleibt
Inhaber: Stefan Wagner
Innsbrucker Bundesstraße 71
5020 Salzburg
Österreich
+43 (0) 664 280 73 66
office@nahora.at
www.nahora.at







