Wer ist Iris Dietinger, Inhaberin von Iris Franziska – Ihr Friseur?

Wer ist Iris Dietinger, Inhaberin von Iris Franziska – Ihr Friseur?

Iris Dietinger hat sich vom Büroalltag ins Friseurhandwerk vorgearbeitet, die Meisterprüfung abgelegt und sich zusätzlich zur diplomierten Visagistin ausbilden lassen. 2024 stand sie bei den Vienna International Film Awards als Stylistin hinter der Bühne, heute führt sie an der Freistädter Straße in Linz einen Salon samt Team. Was sie antreibt, ist weniger der schnelle Trend als das Gespräch davor – und die Frage, was ein Mensch tatsächlich braucht.
Der ungerade Weg zur Meisterfriseurin
Am Anfang stand nicht das Friseurhandwerk, sondern die Büroarbeit. Nach der Musikhauptschule besuchte Iris Dietinger drei Jahre lang die Fachschule für Büro und Hauswirtschaft und schloss anschließend eine Lehre zur Bürokauffrau ab. Erst danach folgte der Wechsel in jenes Handwerk, das sie aus dem Elternhaus kannte, ihre Mutter war Meisterfriseurin. Die Lehre zur Friseurin und Perückenmacherin absolvierte sie verkürzt, übersprang das erste Lehrjahr und legte zügig die Abschlussprüfung ab, ehe die Meisterprüfung folgte. Dass sie sich das kaufmännische Rüstzeug vorher angeeignet hatte, erweist sich heute als Vorteil: Kalkulation, Personalführung und Betriebsorganisation gehören für die Meisterfriseurin ebenso zum Beruf wie Farbchemie und Schnitttechnik. Bei Iris Dietinger laufen diese beiden Stränge sichtbar zusammen.
Zwischen Kellerraum und eigenem Team
Die Selbstständigkeit begann klein und unter schwierigen Vorzeichen. In der Corona-Zeit startete Dietinger mobil, als Ein-Frau-Betrieb, unterwegs zu ihren Kundinnen. Die Nachfrage war groß genug, um den eigenen Keller zum Salon umzubauen, ein Provisorium, das über Jahre Bestand hatte. Die Motivation dahinter war handfest: mehr Zeit für ihr Kind, das sie über weite Strecken allein großzog, und die Aussicht, sich ein eigenes Haus zu erarbeiten. Im Mai 2025 folgte der nächste Schritt mit dem Standort an der Freistädter Straße in Linz, diesmal gemeinsam mit einem Team. Seit diesem Jahr bildet der Betrieb außerdem Lehrlinge aus, ein Punkt, der ihr erklärtermaßen wichtig ist. Ihre Rolle beschreibt sie inzwischen anders als früher: Sie arbeitet überwiegend am Unternehmen, nicht mehr ausschließlich im Unternehmen.
Warum das Zuhören an erster Stelle steht
Wer bei ihr einen Termin hat, bekommt zunächst ein Gespräch. Haarstruktur, Alltag, Pflegegewohnheiten, manchmal auch gesundheitliche Themen, all das fließt in die Beratung ein, bevor über einen Schnitt oder Cut and Colour entschieden wird. Diese Reihenfolge ist bewusst gewählt, denn viele Anliegen sind unsicher formuliert: dünner werdendes Haar, wiederkehrende Kopfhautprobleme, der Wunsch nach mehr Länge, ohne die Substanz zu strapazieren. Die Meisterfriseurin sieht sich hier näher an einem beratenden Beruf als an einer reinen Dienstleistung und legt Wert darauf, dass Erzähltes im Salon bleibt, Verschwiegenheit sei Teil der Arbeit, sagt sie, entgegen dem Klischee der plaudernden Friseurin. Trends setzt sie dort, wo sie zum Menschen passen.
Filmpreis-Bühne, Visagistik und internationale Weiterbildung
Die Ausbildung zur diplomierten Visagistin hat ihr ein zweites Standbein verschafft, das über den Salonalltag hinausreicht. 2024 war Iris Dietinger als Stylistin bei den Vienna International Film Awards im Einsatz und bereitete dort Gäste für den Auftritt vor – ein Termin, den sie rückblickend als beruflichen Höhepunkt bezeichnet, weil er Handwerk, Make-up-Kompetenz und Auftrittssicherheit gleichzeitig forderte. Regelmäßig sucht sie den fachlichen Austausch außerhalb Österreichs: Schulungsreisen führten sie unter anderem nach Ägypten, Dubai und auf die Malediven, hinzu kommen Besuche der Fachmesse Top Hair in Düsseldorf. Im September steht eine Weiterbildung in Sri Lanka an, organisiert von Varga Hair und in Begleitung des aus dem Fernsehen bekannten Friseurs Andreas Wendt, mit Schwerpunkt auf Unternehmensführung. Dass es sich bei diesen Reisen nicht um Urlaube handelt, betont sie ausdrücklich – der Vergleich mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern verändere den Blick auf die eigene Arbeit.
Nachhaltigkeit, Anerkennung und eine Mission für die Branche
Ein Thema, das ihr persönlich naheliegt, ist der Umgang mit Material. Die von ihr eingesetzte und unter eigenem Namen geführte Pflegelinie ist vegan und tierversuchsfrei, die Verpackungen bestehen unter anderem aus recyceltem Kunststoff aus dem Meer, selbst die Folien im Salon werden wiederverwertet. Ebenso deutlich äußert sie sich zum Preisdumping in der Branche: Wer Haarschnitte zu Dumpingpreisen anbietet, könne weder Qualität noch ordentliche Anstellungsverhältnisse gewährleisten – ein Meisterzertifikat an der Wand und ein Beleg an der Kassa seien für Kundinnen einfache Anhaltspunkte. Berührt hat sie zuletzt die Rezension einer Kundin, die schrieb, sie kenne keine Friseurin, die ihren Beruf so lebe. Für Dietinger, die sich das Fachwissen weitgehend selbst erarbeiten musste, während ihre Mutter früh erkrankte, war das mehr als ein Kompliment. Langfristig will sie andere Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleiten und dem Friseurhandwerk jene Wertschätzung zurückgeben, die es aus ihrer Sicht verdient.
Wer mehr über Iris Dietinger und ihren Salon in Linz erfahren möchte, findet weiterführende Informationen unter www.ihrfriseur.at.
Impressum:
Iris Franziska – Ihr Friseur
Freistädter Straße 287 | 4040 Linz
0732/244926
i.dietinger@gmx.at
info@ihrfriseur.at
www.ihrfriseur.at







