Wer ist Brigitte Puschmann, eine eigenständige Position in der abstrakten Malerei?

Wer ist Brigitte Puschmann, eine eigenständige Position in der abstrakten Malerei?

Malerei als offenes Wahrnehmungssystem: Die Meisterschülerin von Markus Lüpertz Brigitte Puschmann versteht Malerei System, das permanent die Wahrnehmung herausfordert und neu organisiert. Ihr Werdegang, geprägt von Stationen zwischen Wirtschaft, Interior Design und Studium bei Markus Lüpertz, hat eine Bildsprache hervorgebracht, die Präsenz, räumliche Wahrnehmung und die unmittelbare Wirkung von Farbe, Licht und Struktur in den Mittelpunkt stellt. Im Zentrum ihres Werks stehen Fragen darüber, wie visuelle Ordnung entsteht und wie sich Bildräume durch Wahrnehmung, Bewegung und räumliche Erfahrung verändern. Ihre Arbeiten untersuchen nicht allein Prozesse des Wandels, sondern vor allem jene Momente, in denen Farbe und Raum mit besonderer Intensität gegenwärtig werden.
Künstlerische Eigenständigkeit und Wiedererkennbarkeit
Im Kontext der zeitgenössischen abstrakten Malerei nimmt Brigitte Puschmann eine bemerkenswert eigenständige Position ein. Bereits ihr frühes Training im Bereich Interior Design am Rhodec International Art College in Großbritannien schärfte ihr Bewusstsein für räumliche Dynamiken, Proportionen und visuelle Balance. Auch ihre langjährige berufliche Erfahrung im Wirtschaftsbereich prägt ihren Blick auf Systeme, Prozesse und Veränderung. Während viele postabstrakte Tendenzen lose Zitate aufnehmen, artikuliert Puschmann in ihren Gemälden eine kontrollierte Offenheit: Oberflächen changieren zwischen dichter Materialität und atmosphärischer Immaterialität, Zwischenräume pulsieren, Linienstrukturen und Farbfelder lösen sich auf und verdichten sich neu. Viele Arbeiten besitzen dabei eine beinahe filmische Qualität: Bildräume wirken wie Fragmente eines größeren, unsichtbaren Zusammenhangs, in dem Formen auftauchen, sich verschieben und wieder verschwinden.
Serielle Werklogik und Bildsystem von Brigitte Puschmann
Ein besonderes Merkmal ihres Schaffens ist die konsequente Entwicklung serieller Bildsysteme, etwa in der vielschichtigen „Infinity Serie“. Hier wird das einzelne Werk Teil eines offenen, modularen Gesamtzusammenhangs. Diese Offenheit verweist nicht nur auf einen prozesshaften Werkcharakter, sondern ist für Sammlerinnen und Sammler von zentraler Bedeutung: Die Fähigkeit zur Erweiterung und die Integration neuer Module machen die Kontinuität der künstlerischen Handschrift sichtbar und bieten zugleich eine verlässliche Positionierung im Kunstmarkt. Mit dem groß angelegten Installationsprojekt „Infinity Cloud“, das aus über vielen Einzelmodulen besteht, erweitert Brigitte Puschmann diese serielle Logik zunehmend in den Raum. Die einzelnen Elemente bilden dabei kein abgeschlossenes System, sondern ein offenes Beziehungsgefüge zwischen Farbe, Raum, Bewegung und Präsenz.
Präsenz als Ergebnis eines offenen Bildsystems
Für Brigitte Puschmann steht weniger die Transformation selbst im Mittelpunkt als deren sichtbares Resultat. Serien wie „Next Level & Wallpaper“, „Infinity“ oder „Timeless“ basieren auf Wiederholung, Variation und kontrollierter Verschiebung. Wahrnehmung wird dabei als dynamischer Prozess verstanden, der sich abhängig von Licht, Raum und Betrachtungsposition verändert. Die Bildfläche erscheint nicht als abgeschlossene Komposition, sondern als offenes System, das unterschiedliche Lesarten zulässt. Gerade aus dieser Offenheit entsteht jene visuelle Intensität, die den Raum aktiviert und den Betrachter unmittelbar einbezieht. Präsenz wird damit zum eigentlichen Kern ihrer künstlerischen Arbeit.
Kunsthistorische Verortung und sammlerische Perspektive
Die Vermeidung einer eindeutigen Vorder- und Hintergrundordnung, das Fehlen linearer Perspektive und die prozesshaft entwickelten Bildräume in Brigitte Puschmanns Werken erinnern an Positionen, die Malerei als offenes Wahrnehmungssystem verstehen. Kunsthistorisch bewegt sich ihre Arbeit dabei zwischen Farbtheorie, abstrakter Malerei und installativer Raumkunst und knüpft an Fragestellungen an, wie sie Künstler wie Josef Albers, Ernst Wilhelm Nay oder Gerhard Richter untersucht haben. Für Sammler gewinnt ihr Werk dadurch an Relevanz: Es zeigt malerische Substanz, die sich analytisch und haptisch erschließen lässt und steht durch ihre offene Seriendynamik für nachhaltige Kontinuität und Wertentwicklung. Dabei zielt ihre Arbeit nicht auf dekorative Abstraktion, sondern auf die Sichtbarmachung innerer Zustände, emotionaler Übergänge und existenzieller Fragestellungen. Internationale Sichtbarkeit belegen Auszeichnungen wie der Malamegi LAB Kunstpreis und Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland und Europäischen Ausland.
Akademische Auseinandersetzung, Ausstellungskontext & aktuelle Entwicklung
Die Arbeit mit Prof. Markus Lüpertz prägte ihren Blick auf Malerei und künstlerische Autonomie nachhaltig. Seit 2026 ist Brigitte Puschmann Meisterschülerin von Markus Lüpertz und entwickelt ihre eigenständige künstlerische Position konsequent weiter. Dies wird auch in der Aufnahme in die MEET Frida Foundation und in der Sammlung des Copelouzos Family Art Museum sichtbar. Seit Kurzem wird Brigitte Puschmann zudem offiziell von der Galerie Konsum163 in München vertreten. Zu den aktuellen Ausstellungsprojekten zählen die Gruppenausstellung „Wilde Mischung 9“ (26.05.–22.06.2026) sowie „ZU FRÜH FÜR GEWISSHEIT“ (26.06.–23.07.2026) in der Galerie Konsum163. Bereits zuvor war sie als Finalistin des Malamegi LAB Milan Art Prize 2026 im Centro Culturale Milano vertreten. Die Integration in Netzwerke wie BBK München und IG Bildende Kunst verdeutlicht die stetig wachsende Resonanz ihrer Position im Kunstsystem.
Werke von Brigitte Puschmann empfehlen sich damit insbesondere Sammlern und Galerien, die nach substanzieller und zeitgenössischer abstrakter Malerei suchen. Weiterführende Informationen, aktuelle Ausstellungen und einen Überblick über ihre Werke finden sich auf www.brigitte-puschmann.com.
Impressum:
Brigitte Puschmann
Auf der Eierwiese 3a
82031 Grünwald
+4916090820219
brigitte.puschmann@gmx.de
www.brigitte-puschmann.com







