Prinz Harry: Der Kompromiss, den die Queen 2020 verwarf

Prinz Harry: Der Kompromiss, den die Queen 2020 verwarf

Prinz Harry (42) wollte 2020 nie den vollständigen Rückzug aus dem Königshaus, den die Öffentlichkeit seither mit Meghan Markle (45) verbindet.
Nach Angaben eines Vertrauten des Paares schlug Harry der Queen damals ein Modell vor, bei dem er und Meghan weiterhin royale Aufgaben übernehmen, zugleich finanziell unabhängig sein und eigene Projekte verfolgen wollten. Sechs Jahre später hat König Charles III diesem Wunsch erneut eine klare Absage erteilt.
Der Fall zeigt, wie unterschiedlich Harrys Vorstellung von seiner royalen Rolle und die Linie des Palasts seit 2020 auseinanderliegen. Während Harry auf einen Mittelweg setzte, bestand die Krone auf einer klaren Trennung zwischen aktiver Pflicht und privatem Leben.
Welches Modell Harry der Queen 2020 vorschlug?
Laut dem Vertrauten des Paares sah Harrys Vorschlag vor, zwischen Großbritannien und Nordamerika zu pendeln, selbst für seinen Unterhalt aufzukommen und gleichzeitig die Monarchie weiter zu vertreten. Queen Elizabeth II. lehnte dieses Modell ab. Der Palast verfolgte stattdessen die Linie, dass eine royale Rolle entweder vollständig ausgeübt oder vollständig aufgegeben werden musste.
Harry und Meghan erklärten daraufhin im Januar 2020 öffentlich, als ranghohe Mitglieder der Königsfamilie zurücktreten und finanziell unabhängig werden zu wollen, zunächst mit Unterstützung der Queen.
Sie vereinbarten, ihre Anreden als „Royal Highness“ nicht mehr zu nutzen, und erhielten keine öffentlichen Gelder mehr. Nach dem Scheitern des Kompromisses beim sogenannten Sandringham-Gipfel lebte die Familie mehrere Jahre in Montecito, Kalifornien.
Warum Charles jetzt eine klare Absage erteilt?
Im August 2026 kehrten Harry und Meghan mit den Kindern nach Großbritannien zurück. König Charles III stellte laut eigenen Angaben unmissverständlich klar, dass das Paar keine offiziellen Aufgaben im Namen des Monarchen mehr wahrnehmen wird und ihr Status seit dem Rückzug als arbeitende Royals unverändert bleibt.
Die Titel „His“ und „Her Royal Highness“ bleiben demnach in der sogenannten Abeyance, also ruhend, und werden nicht verwendet. Das Paar wird in einer privaten, nicht-königlichen Residenz außerhalb Londons leben.
Einige Fakten zum aktuellen Stand im Überblick:
- Prinz Archie ist sieben Jahre, Prinzessin Lilibet fünf Jahre alt.
- Beide Kinder haben sich an britischen Schulen angemeldet und beginnen im September mit dem Unterricht.
- Harry und Meghan besuchten in Nottingham mehrere wohltätige Einrichtungen, darunter das Community Recording Studio, den Himmah Hub und das Jugendprojekt Epic Partners.
- Der Lord Chamberlain Richard Benyon erklärte in einem vom König veranlassten Schreiben, die wohltätige Arbeit des Paares sei dessen persönliche Angelegenheit und werde in privater Funktion ausgeübt.
Der Kreis der aktiven Royals ist kleiner geworden, Charles und Prinz William benötigen demnach zusätzliche Unterstützung bei offiziellen Verpflichtungen. Trotzdem gehören Harry und Meghan offiziell weiterhin nicht zum Kreis der arbeitenden Royals, und eine offizielle Rückkehr in diesen Kreis haben sie bislang nicht angekündigt.
Was Harry und Meghan als Nächstes vorhaben?
Nach Einschätzung des Royal-Experten Grant Harrold könnte Harrys Rückkehr auch mit dem Wunsch zusammenhängen, mehr Zeit mit seinem Vater zu verbringen, und mit einer länger gewachsenen Sehnsucht nach der Heimat.
Eine Vereinbarung über eine „halb drin, halb draußen“-Konstruktion, wie Harry sie 2020 vorgeschlagen hatte, gab es laut der Royal-Kommentatorin Hilary Fordwich nicht und wird es auch jetzt nicht geben. Harry und Meghan kehren damit nicht in ihre früheren königlichen Rollen zurück, sondern bleiben bei dem Status, der seit 2020 gilt.







