Jochen Schropp: Die Haltung, die seinen Blick auf Promi Big Brother prägt

Jochen Schropp: Die Haltung, die seinen Blick auf Promi Big Brother prägt

Jochen Schropp moderiert die aktuelle Staffel von Promi Big Brother und zeigt sich von der Zusammensetzung des Casts besonders angetan. Er würdigt vor allem, dass die Geschichten der Kandidatinnen und Kandidaten zeitgemäßer und inhaltlich tiefer wirken als in früheren Jahrgängen der Sendung. Für Schropp liegt genau darin der Unterschied zu klassischem Container-Smalltalk.
Dass die Staffel mehr bietet als albernes Gezicke, zeigt sich für ihn an mehreren Momenten. Einige Kandidatinnen sprachen in der Sendung offen über belastende Kapitel aus ihrer Vergangenheit. Auch ein sexistischer Ausrutscher von Kandidat Redo wurde ausführlich aufgearbeitet, statt ihn kommentarlos stehenzulassen.
Schropp sieht mehr Tiefgang als in früheren Staffeln
Diese Einschätzung teilt der Moderator öffentlich und ordnet die Staffel bewusst als Fortschritt ein. Für ihn zählt dabei weniger die Lautstärke einzelner Streits als die Bereitschaft der Teilnehmer, Persönliches preiszugeben.
Offenheit als Chance für das Publikum
Schropp sieht in dieser Offenheit eine Chance für die Zuschauer. Nach seiner Einschätzung kommen Menschen vor dem Fernseher dadurch mit Themen in Berührung, die ihnen sonst fremd geblieben wären.
Diese Haltung prägt erkennbar, wie Schropp seine Rolle als Moderator versteht. Er begnügt sich nicht damit, Konflikte zu moderieren, sondern ordnet sie gegenüber dem Publikum ein.
Vielfalt zeigt sich auch im Alltag des Containers
Die neue Ernsthaftigkeit zeigt sich nach Schropps Beobachtung auch in kleineren Details des Alltags im Container. Beim Hochzeitsessen von Kim Virginia und Nikola Grey wurden die Speisen mit drei Kennzeichnungen versehen: vegan, glutenfrei und nussfrei. Hintergrund sind die Ernährungsweisen einzelner Kandidaten: Nina Bridney hat eine Nussallergie, Tessa Bergmeier ernährt sich vegan.
Dass Tessas vegane Ernährung dabei keine Grundsatzdebatte in der Sendung ausgelöst hat, wertet Schropp als eigenen Fortschritt. Für ihn ist das ein Zeichen, dass unterschiedliche Lebensentwürfe im Container inzwischen selbstverständlicher behandelt werden als früher.







