Monica Lierhaus: Der Sturz, der an ihre größte Krise erinnert

Monica Lierhaus: Der Sturz, der an ihre größte Krise erinnert

Monica Lierhaus ist in ihrer Wohnung gestürzt und hat sich dabei das Bein gebrochen. Die 56-jährige Sportmoderatorin absolvierte nach dem Unfall Reha-Maßnahmen und benötigt eigenen Angaben zufolge inzwischen keine Krücken mehr. Sollte die Heilung weiter so verlaufen, will sie Ende Oktober vor die Kamera zurückkehren.
Für ihr Publikum steht Lierhaus seit Jahren für genau diese Art von Comeback. Seit 2023 gehört sie zum Sportteam von RTL Aktuell, und der aktuelle Beinbruch ist nach ihren eigenen Worten bereits gut verheilt. Dass sie so offen über einen Rückschlag spricht, passt zu einer Karriere, die stark von Rückkehr geprägt ist.
Der Weg zu dieser Gelassenheit begann 2009
Um zu verstehen, warum ein Beinbruch bei Lierhaus kaum für Dramatik sorgt, lohnt der Blick zurück. 2009 wurde bei ihr ein Hirnaneurysma operativ entfernt. Während der Operation riss das Aneurysma auf und löste Blutungen im Gehirn aus, weshalb die Ärzte sie danach in ein künstliches Koma versetzten.
Vier Monate lang blieb Lierhaus in diesem Zustand, lange schwebte sie in Lebensgefahr. Als sie aufwachte, war sie nach eigenen Aussagen zunächst unfähig zu gehen, zu stehen, zu sitzen oder zu schlucken. Grundlegende Fähigkeiten wie Sprechen und Gehen musste sie komplett neu erlernen.
Acht Monate Reha am Bodensee legten den Grundstein
Nach dem Koma verbrachte Lierhaus acht Monate in einer Rehaklinik am Bodensee. Dort trainierte sie Sprechen, Schlucken und einfache Bewegungsabläufe, Schritt für Schritt, Tag für Tag. Diese Monate prägten ihren Umgang mit Rückschlägen bis heute.
Eine prägende Entscheidung fiel 2011: Bei der Goldenen Kamera zeigte sich Lierhaus öffentlich mit den sichtbaren Folgen ihrer Erkrankung, statt sich zu verstecken. Dieser Auftritt machte sie zu einer der bekanntesten Stimmen, wenn es um den Umgang mit schweren gesundheitlichen Einschnitten in der Öffentlichkeit geht.
Ein beeinträchtigter Gleichgewichtssinn bleibt Teil des Alltags
Bis heute ist Lierhaus‘ Gleichgewichtssinn beeinträchtigt, eine Folge der Erkrankung von 2009. Im Alltag bedeutet das: Sie kennt ihre körperlichen Grenzen genau und reagiert auf Rückschläge wie den aktuellen Beinbruch offenbar mit Routine statt Panik.
Genau diese Mischung aus Offenheit und Pragmatismus unterscheidet ihren öffentlichen Umgang mit Krankheit von vielen anderen Prominenten. Sie spricht über Einschränkungen, ohne sich davon definieren zu lassen, und kehrt nach jedem Rückschlag zu ihrer Arbeit zurück.
Was als Nächstes kommt
Für ihre Zuschauer bedeutet das aktuell vor allem eines: Geduld. Verläuft die Heilung weiter wie geplant, will Monica Lierhaus wieder vor der Kamera stehen und ihre Arbeit fortsetzen.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.







