Franz Welser-Möst: Die Abschiedstournee, die eine Ära in Cleveland beendet
12. Okt. 2026
2 Min
Foto: StockSnap / Pixabay
Mit einer Abschiedstournee, die nur zwei deutsche Stationen macht, nahm er kürzlich im Konzerthaus Dortmund Abschied. Damit endet eine Ära an der Spitze des Orchesters.
Abschied nach 25 Jahren
In dieser Zeit prägte er den Klang eines Ensembles, das mit dem Attribut „second to none“ beschrieben wird, also als unerreicht gilt. Das Konzerthaus Dortmund war neben der Elbphilharmonie Hamburg eine von nur zwei deutschen Stationen der aktuellen Europatournee.
Wurzeln in Cleveland
Die Aufführungstradition des Orchesters reicht bis in die 1960er-Jahre zurück, als George Szell das Ensemble leitete. Welser-Möst übernahm damit ein Erbe, das weit vor seiner eigenen Amtszeit begann, und führte es über ein Vierteljahrhundert fort.
Die Tournee als Entscheidung
Das Programm des Abends begann mit Franz Liszts Sinfonischer Dichtung Orpheus, einem Werk von kaum mehr als zehn Minuten Länge.
Zum Abschluss standen Werke von Johannes Brahms auf dem Programm, dessen Erste Sinfonie fast vierzehn Jahre Arbeit kostete, während seine Zweite Sinfonie in D-Dur op. 73 innerhalb weniger Monate entstand.
Musik im Alltag
Dieser Kontrast zwischen langer Reifezeit und schneller Entstehung zieht sich durch das Programm, das Welser-Möst für seine letzte Tournee gewählt hat. Als Zugabe dirigierte er einen rund dreiminütigen Entr’acte aus Johann Strauss‘ Operette Eine Nacht in Venedig. Die Wahl eines leichten Operetten-Stücks nach den gewichtigen Sinfonien zeigt, wie Welser-Möst Schwere und Leichtigkeit in einem Abend zusammenführt.
Was als Nächstes kommt
Mit dem Ende seiner Zeit in Cleveland bleibt Welser-Möst der Musik nicht fern.
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