Nord Stream vor dem Neustart? Jared Kushners geheime Rolle in den Russland-Gesprächen

Nord Stream vor dem Neustart? Jared Kushners geheime Rolle in den Russland-Gesprächen

Jared Kushner, Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, führt Gespräche mit dem Putin-Vertrauten Kirill Dmitrijew über eine mögliche Wiederaufnahme von Erdgaslieferungen durch die Nord-Stream-Pipeline. Dabei soll auch ein Einstieg eines US-Investors in die Pipeline-Pläne vorgesehen sein.
Was Kushner verhandelt
Für die Gespräche über den Neustart der Gaslieferungen kamen Kushner und Dmitrijew sowohl in New York als auch in Moskau zusammen.
Das Weiße Haus teilte mit, dass mögliche Vereinbarungen mit Russland über die US-Finanzaufsicht und das Finanzministerium ausgehandelt werden müssten und den amerikanischen Steuerzahlern sowie Unternehmen zugutekommen sollen.
Der Weg zur Pipeline-Frage
Nord Stream 2 wurde unter der Bundesregierung von Angela Merkel gegen Widerstände Polens und der Ukraine durchgesetzt. Seit der russischen Invasion der Ukraine im Februar 2022 fließt durch Nord Stream kein Gas mehr.
Im September 2022 zerstörte ein Sprengstoffanschlag die Pipeline fast vollständig. Von vier Röhren blieb nur eine Röhre intakt. Die Anlandestation von Nord Stream 2 liegt im mecklenburgischen Lubmin.
Die Entscheidung hinter den Kulissen
Laut New York Times besprach Kushner mit russischen Vertretern auch den Verkauf von Anteilen des Energiekonzerns Lukoil. Das Weiße Haus erklärte dazu, dass damit für die USA eine erhebliche Vorauszahlung sowie eine Beteiligung an künftigen Gewinnen verbunden sein solle.
Damit verknüpft Kushner die Gasfrage mit einem weiteren Geschäft im russischen Energiesektor – ein Muster, das zeigt, wie eng wirtschaftliche und diplomatische Interessen in seinen Gesprächen verwoben sind.
Was als Nächstes ansteht
Trump kündigte ein Dreiertreffen der USA, Russlands und der Ukraine an und sprach zudem eine Einladung an Putin aus, im Dezember zum G20-Gipfel nach Florida zu kommen. Eine Wiederaufnahme der Gaslieferungen müsste jedoch von der EU gebilligt werden, die nach Putins Angriffskrieg eine Abkehr vom russischen Gas beschlossen hat.
- Gespräche zwischen Kushner und Dmitrijew in New York und Moskau
- Möglicher Einstieg eines US-Investors in die Pipeline
- Verkauf von Lukoil-Anteilen mit Vorauszahlung im Gespräch
- EU-Zustimmung für eine Wiederaufnahme weiterhin nötig
Konkrete Zahlen zu Preisen oder einem Zeitplan für Verbraucher nennt bislang keine der beteiligten Seiten. Ob und wann aus den Gesprächen eine tatsächliche Wiederaufnahme der Gaslieferungen wird, hängt damit nicht nur von Kushners Verhandlungen ab, sondern auch von der Haltung der EU.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.







