Wer ist Schroll?

Wer ist Schroll?

Schroll tritt für die SPÖ zum Thema Fernwärme und Heizkosten auf und reagiert auf einen aktuellen Bericht der Bundeswettbewerbsbehörde. Der Kern der Kritik: Heizen müsse leistbar bleiben, und Kundinnen und Kunden bräuchten mehr Transparenz bei der Abrechnung.
Die Bundeswettbewerbsbehörde hat ihren Bericht zur Fernwärme am 6. Oktober 2026 vorgelegt. Darin wird festgehalten, dass die Versorgung von regionalen Monopolisten gesteuert wird und der Markt als natürliches Monopol besonders reglementiert ist.
Wer ist Schroll und wofür setzt sich die Person ein?
Schroll bezieht für die SPÖ zum Fernwärme-Bericht Stellung und sieht dabei großen Nachbesserungsbedarf bei der Regulierung des Marktes. Kritisiert wird, dass für Haushalte oft nicht durchschaubar ist, warum sie welche Beträge für ihre Heizung zahlen – ein Problem, das durch Contracting-Unternehmen als Vermittler zwischen Fernwärme-Versorger und Haushalt zusätzlich verschärft werde.
Die SPÖ fordert in diesem Zusammenhang mehrere konkrete Schritte:
- Leistbare Preise bei der Fernwärme
- Mehr Transparenz bei der Heizkostenabrechnung
- Stärkerer Konsumentenschutz für Haushalte
- Eine Überarbeitung des Heizkostenabrechnungsgesetzes
Was steht im Fernwärme-Bericht der Bundeswettbewerbsbehörde?
Der Bericht der Bundeswettbewerbsbehörde enthält Vorschläge für mehr Transparenz und Konsumentenschutz bei der Fernwärme. Die Behörde erkennt an, dass Fernwärme aufgrund der leitungsgebundenen Versorgung ein natürliches Monopol darstellt. Die Regierung hat sich laut SPÖ vorgenommen, das Heizkostenabrechnungsgesetz zu überarbeiten und den Konsumentenschutz generell zu stärken. Laut Regierungsprogramm soll zudem ein Energiekrisenmechanismus für die Wärmeversorgung erarbeitet werden. Schroll wirft der Vorgängerregierung vor, die Preise bislang nicht ausreichend kontrolliert zu haben.
Wie stark trifft Energiearmut österreichische Haushalte?
Der Fernwärme-Bericht steht im Zusammenhang mit einem größeren Problem: der Energiearmut. Laut einem Bericht der Koordinierungsstelle zur Bekämpfung von Energiearmut, der im Wirtschaftsausschuss des Parlaments diskutiert wurde, haben 3,6 % der österreichischen Haushalte überdurchschnittlich hohe Energiekosten bei gleichzeitig niedrigem Einkommen. Ein weiterer Anteil von ebenfalls 3,6 % verfügt über ein niedriges Einkommen, gibt aber unterdurchschnittlich wenig für Energie aus. Jeder 25. Haushalt gibt zudem an, sich nicht leisten zu können, die Wohnung angemessen warm zu halten.
Als Reaktion darauf gilt seit dem 1. April 2026 ein Sozialtarif für Strom, der berechtigten Haushalten einen Preis von 6 Cent pro Kilowattstunde garantiert. Der Tarif wurde einstimmig im Parlament beschlossen und ist über das Elektrizitätswirtschaftsgesetz gesetzlich verankert, nicht nur als Förderung ausgestaltet.
Wofür ist Schroll bekannt?
Bekannt ist Schroll derzeit vor allem für die öffentliche Forderung, Heizen müsse leistbar bleiben, sowie für die Kritik an mangelnder Preiskontrolle und Transparenz im Fernwärme-Markt. Fachleute der Koordinierungsstelle verweisen ergänzend darauf, dass thermische Sanierungen des Gebäudebestands zu einer spürbaren Entlastung betroffener Haushalte führen könnten und eine Novellierung des Mietrechts notwendig sei, um strukturelle Defizite bei der Gebäudeeffizienz zu beheben.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.







