Rosalie Thomass: Die Rolle, die sie erstmals zur Drehbuchautorin machte

Rosalie Thomass: Die Rolle, die sie erstmals zur Drehbuchautorin machte

Rosalie Thomass übernahm für „Lügen über meine Mutter“ erstmals selbst das Drehbuch und spielt zugleich die Hauptrolle der Cornelia. Für den Film veränderte die Schauspielerin gezielt ihren Körper und nahm an Gewicht zu.
Grundlage ist der 2022 veröffentlichte, autofiktionale Roman von Daniela Dröscher, die heute 49 Jahre alt ist. Dröscher bezeichnet die Verfilmung als eigenständige Umsetzung ihres Buches und sieht das zentrale Thema des Films, den gesellschaftlichen Druck auf Frauenkörper, bis heute als aktuell an.
Was erzählt „Lügen über meine Mutter“?
Angesiedelt ist die Geschichte in einer westdeutschen Kleinstadt der 1980er-Jahre. Cornelia möchte als Sekretärin in ihre alte Firma zurückkehren, wird davon aber von ihrem Mann Werner und ihrer Schwiegermutter abgehalten. Werner kritisiert das Aussehen seiner Frau, schämt sich bei sozialen Anlässen für sie und macht ihr Gewicht für seine ausbleibende Beförderung verantwortlich.
- Die Schwiegermutter lebt im selben Dorf und strengt später einen Prozess gegen Cornelia an.
- Ein zweites Kind bindet Cornelia stärker ans Haus.
- Cornelia setzt das Erbe ihres Vaters nach den Wünschen ihres Mannes ein.
- Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der erwachsenen Tochter Ela, die rückblickend kommentiert.
Eine Tanzszene auf der Kirmes, in der Cornelia ihren Mann zu einem ausgelassenen Auftritt mitreißt, steht für einen der seltenen Momente der Freiheit in der Geschichte.
Warum nahm Rosalie Thomass für die Rolle zu?
Für die Figur der Cornelia veränderte die Schauspielerin ihren Körper bewusst. Die Entscheidung folgt der Logik des Stoffs: Der Film macht die Kritik und Kontrolle weiblicher Körper zum zentralen Thema, ebenso starre Rollenbilder und gesellschaftliche Erwartungen an Frauen. Die Verfilmung legt dabei einen stärkeren Fokus auf die Beziehung der Eltern, als es der Roman tut.
Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Regisseur Aron Lehmann?
Schon bei den Produktionen „Jagdsaison“, „Die letzte Sau“ und „Was man von hier aus sehen kann“ hatten Thomass und der 45-jährige Regisseur Aron Lehmann zusammengearbeitet und sich dabei kennengelernt. Bei „Lügen über meine Mutter“ ging die Zusammenarbeit einen Schritt weiter: Erstmals schrieb Thomass selbst das Drehbuch, zusätzlich zu ihrer Hauptrolle. Gedreht wurde 2025 in Deutschland und Italien.
Am 8. Oktober 2026 startet „Lügen über meine Mutter“ bundesweit in den deutschen Kinos.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.







