Martin Wallner: Die 180-Dollar-Wette, die ihn zum Wurstkönig von Chicago machte

Martin Wallner: Die 180-Dollar-Wette, die ihn zum Wurstkönig von Chicago machte

Die Wirtschaftskammer Steiermark zeichnete den gebürtigen Grazer Martin Wallner nun als Botschafter der steirischen Kulinarik aus [meinbezirk.at]. Wie aus einem nach einem Rückschlag fast pleite gegangenen Auswanderer ein gefragter Lieferant für US-Profi-Sportteams wurde, zeigt sich an den bemerkenswerten Stationen seines Lebens
Wie hat Martin Wallner sein Wurst-Imperium aufgebaut?
Der eigentliche Start lag nicht in guten Jahren, sondern in einem Rückschlag: Ein erstes Geschäftsvorhaben von Wallner scheiterte, noch bevor er 2006 sein Wurstunternehmen gründete. Für den Neustart hatte er nur 180 Dollar zur Verfügung, die er in eine gebrauchte Kühltruhe investierte.
Mit dieser Grundausstattung und nur drei Wurstsorten begann die Produktion. Das Sortiment wuchs seither auf mehr als 30 Sorten, die Produktionsmenge liegt mittlerweile bei rund 1,5 Millionen Würsten pro Jahr. Zu den Abnehmern zählen heute unter anderem:
- Gehobene Restaurants in den USA beziehen Wallners Wurstwaren.
- Die Chicago Bears werden regelmäßig mit Wurstwaren beliefert.
- Auch die New York Giants zählen zu den Kunden.
Welcher Weg führte ihn von Graz nach Chicago?
Wallners Nähe zum Fleischerhandwerk reicht bis in die Kindheit zurück: Bereits als Vierjähriger half er in der Fleischerei seiner Familie mit, die der Großvater 1929 gegründet hatte. Später absolvierte er eine Kochlehre und besuchte die Berufsschule in Bad Gleichenberg.
Diese Jahre in der Spitzengastronomie bildeten die Grundlage für den späteren Schritt in die Selbstständigkeit.
Was macht den Erfolg des Grazers heute aus?
Dass aus einer Kühltruhe und drei Wurstsorten ein Lieferant für Profi-Sportteams wurde, würdigt auch die Wirtschaftskammer Steiermark. WKO-Präsident Josef Herk betont, Wallner habe aus seiner Grazer Ausbildung und seinem Mut ein beeindruckendes Lebenswerk geschaffen.
Die Auszeichnung als Botschafter der steirischen Kulinarik verbindet damit zwei Stationen seines Lebens: die handwerkliche Ausbildung in der Steiermark und den unternehmerischen Erfolg in den USA.







