Markus Waldner: Die Entscheidung, die den Ski-Weltcup kurz vor dem Start erschüttert

Markus Waldner: Die Entscheidung, die den Ski-Weltcup kurz vor dem Start erschüttert

Markus Waldner tritt als Chef-Renndirektor der alpinen Skimänner zurück. Der 63-Jährige hatte das Amt zwölf Jahre lang inne. Die FIS teilte den Schritt am Donnerstag mit und sucht bereits nach einem Nachfolger.
Der Rücktritt trifft den Weltverband FIS zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Das erste Rennen der Saison, ein Riesenslalom der Männer, findet in 17 Tagen in Sölden statt. Waldner hatte das Amt 2014 von Günter Hujara übernommen und galt seitdem als zentrale Figur im Renngeschehen.
Warum tritt Markus Waldner zurück?
Waldner begründet seine Entscheidung mit dem Druck, der mit der Position verbunden ist. Dieser habe sich im Laufe der Jahre durch Veränderungen im Weltskiverband und im Sport selbst aufgestaut, erklärt er. Nach eigener Aussage fehlen ihm mittlerweile die Energie und die mentale Verfassung, um eine komplette Saison in der nötigen Form zu bewältigen.
Zugleich beschreibt Waldner sein Amt als Privileg mit großer Verantwortung im alpinen Skirennsport auf höchstem Niveau. Die FIS bedauert seine Entscheidung. FIS-Vertreter Janne Leskinen würdigt Waldner als starken Bezugspunkt für den alpinen Skisport und hebt seinen Wert für die Präsenz des Verbands vor Ort hervor.
Wer ist Markus Waldner?
Waldner stammt aus Südtirol und prägte den Männer-Weltcup zwölf Jahre lang als oberster Renndirektor. In dieser Funktion verantwortete er Streckenentscheidungen, Sicherheitsfragen und den reibungslosen Ablauf der Rennen auf der gesamten Weltcup-Tour – eine Aufgabe, die laut Waldner selbst mit wachsendem Druck verbunden war.
Wesentliche Stationen und Eckdaten seiner Amtszeit im Überblick:
- Übernahme des Amts 2014 von Günter Hujara
- Zwölf Jahre als Chef-Renndirektor der Männer
- Rücktritt mitgeteilt am Donnerstag, rund zwei Wochen vor Saisonstart
- Aktuelles Alter: 63 Jahre
Wie geht es im Ski-Weltcup weiter?
Übergangsweise übernimmt Peter Gerdol, bislang Chef-Renndirektor bei den Frauen, die Aufsicht über die Wettkämpfe beider Geschlechter im ersten Teil der Saison. Die FIS hat die Suche nach einem Nachfolger für Waldner bereits eingeleitet.
Waldner selbst zieht sich nicht vollständig zurück: Er soll die Saison 2026/27 als Übergangsphase begleiten und seinen Nachfolger einarbeiten. Im Anschluss daran will die FIS klären, welche neue Aufgabe er innerhalb des Verbands übernehmen kann.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.







