Linn Gestblom: Warum die Olympiasiegerin schwanger die Saison komplett ausfallen lässt

Linn Gestblom: Warum die Olympiasiegerin schwanger die Saison komplett ausfallen lässt

Die schwedische Biathletin Linn Gestblom wird die gesamte Saison 2026/27 verpassen, weil sie ihr erstes Kind erwartet. Die Schwangerschaft gab sie öffentlich bekannt. Damit fehlt der schwedischen Frauenstaffel eine ihrer verlässlichsten Läuferinnen.
Silber in Mailand war ihr letzter großer Auftritt
Erst wenige Monate ist es her, dass Gestblom ihren bisher letzten internationalen Erfolg feierte: Mit der schwedischen Frauenstaffel sicherte sie sich bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo die Silbermedaille. Zuvor hatte sie sich von einer Schulterverletzung erholt, die ihre Vorbereitung erschwert hatte. Ausgerechnet nach diesem Erfolg folgt nun die längste Pause ihrer Karriere.
Vom Peking-Gold als Persson zum Mailand-Silber als Gestblom
International trat die Athletin lange unter ihrem Geburtsnamen Persson an. Im Sommer 2024 heiratete sie und trat seither als Gestblom an.
Schon 2019 bei der WM in Östersund war sie durch fehlerfreie Schießleistungen aufgefallen.
- Gold mit der Staffel bei Olympia, damals noch unter dem Namen Persson.
- Bronze im Sprint bei der WM in Oberhof.
- Silber im Einzelrennen bei derselben WM.
- Silber mit der Staffel bei Olympia in Mailand und Cortina d’Ampezzo.
Die Entscheidung für die Familie überschattet die Saison 2026/27
Über viele Jahre hinweg übernahm Gestblom in der schwedischen Frauenstaffel meist den Startplatz, eine Position mit hoher taktischer Bedeutung für das gesamte Team. Dass sie nun eine komplette Saison aussetzt, bedeutet für das Team einen spürbaren Einschnitt. Wer in diesem Winter die schwedische Staffel im Weltcup verfolgt, wird Gestblom nur noch von der Tribüne oder vom Fernseher aus sehen.
Schwedens Staffel verliert zwei Leistungsträgerinnen
Gestblom ist nicht die einzige Schwedin, die in dieser Saison fehlt: Auch Hanna Öberg ist schwanger und wird in dieser Saison nicht antreten. Damit verliert die schwedische Frauen-Nationalmannschaft gleich zwei erfahrene Staffelläuferinnen in derselben Saison.
Für die übrigen Läuferinnen bedeutet das mehr Verantwortung in den Rennen, in denen bislang Gestblom und Öberg die tragenden Positionen übernahmen. Wie das schwedische Team diese Lücke im Weltcup konkret füllt, ist bislang nicht bekannt.

