Daniel Craig: Die Kneipentradition, die den Bond-Star zum Pub-Wirt macht

Daniel Craig: Die Kneipentradition, die den Bond-Star zum Pub-Wirt macht

Daniel Craig steigt ins Gastgewerbe ein: Der Schauspieler übernimmt gemeinsam mit drei Partnern aus der Gastronomiebranche den Londoner Pub The Horseshoe in Clerkenwell. Das Lokal blickt auf eine Geschichte von etwa 250 Jahren zurück und war über Jahrzehnte ein bekannter Treffpunkt der örtlichen Darts-Szene. Für Craig ist es das erste eigene Pub-Projekt.
Craig übernimmt The Horseshoe mit drei erfahrenen Partnern
An der Eröffnung arbeitet Craig mit Nick Jones, Charlie Carroll und Justin O’Shea zusammen.
Während es für Craig das erste Pub-Projekt ist, bringt sein Partner Nick Jones als Gründer des weltweiten Soho House-Imperiums enorme Branchenerfahrung mit. Zudem hat Mitstreiter Charlie Carroll mit dem Erfolgslokal The Devonshire in Soho erst kürzlich einen der meistbeachteten Pub-Neustarts Londons hingelegt.
Das Gebäude in Clerkenwell im Londoner Bezirk Islington stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Eigentumsrechte lagen direkt bei den langjährigen Betreibern Pauline und Richard Tucker, die das Lokal nach 36 Jahren erfolgreicher Führung in den Ruhestand übergaben. Craig und sein Team kauften das historische Gebäude, um es nun umfassend zu renovieren.
Craigs Familie prägte seinen Weg in die Kneipenbranche
Der neue Pub-Besitz ist für den 58-jährigen Craig kein Zufall. Er kennt das Geschäft nach eigenen Worten aus persönlicher Erfahrung und vergleicht die Betriebsamkeit in einer Kneipe mit der einer Theateraufführung.
Eine behutsame Modernisierung soll den Charakter erhalten
Craig plant nach eigenen Angaben, den Pub behutsam zu modernisieren, ohne seinen bodenständigen Charakter zu verlieren. Die genaue Speisekarte steht zwar noch nicht fest, das Team betonte jedoch ausdrücklich das kulinarische Konzept: Das Erdgeschoss soll eine bodenständige, klassische Kneipe („a proper boozer“) ohne modernes Schickimicki-Essen bleiben. Das Obergeschoss – der ehemalige Darts-Bereich – wird zu einem Speiseraum umgebaut. Zusätzlich wird das Areal um einen großen Biergarten und eine Terrasse erweitert. Für diese umfassende Sanierung schließt das Lokal und wird erst Ende 2027 wiedereröffnet. Diese Linie passt zum Konzept seiner Partner, die mit dem Devonshire bereits gezeigt haben, wie sich traditionelle Lokale erfolgreich weiterentwickeln lassen.
Was als Nächstes für Craig und The Horseshoe ansteht
Mit dem Gebäude übernehmen die neuen Besitzer auch eine kuriose Tradition: Im Untergeschoss soll angeblich ein Gespenst namens Gilbert spuken. Dem Mythos nach handelt es sich um den Geist eines früheren Henkers, der sich den lebenden Besuchern gegenüber friedlich verhält, solange man ihm jede Nacht ein frisches Pint spendiert. Die bisherige Wirtin Pauline Tucker berichtet, dass die Angestellten den Geist des Pubs ernst nehmen. Craig selbst äußerte sich dazu humorvoll und sprach davon, möglicherweise künftig ein Bier für Gilbert bereitstellen zu müssen.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.







