Christine Nöstlinger: Die Idee mit der feuerroten Friederike, die sie zur Erfolgsautorin machte

Christine Nöstlinger: Die Idee mit der feuerroten Friederike, die sie zur Erfolgsautorin machte

Am Ende ihres Schaffens standen mehr als 150 Kinderbücher .
Das Debüt mit Wirkung
Die Geschichte der feuerroten Friederike erzählt von einem Mädchen mit roten Haaren, das von anderen Kindern gehänselt wird, bis sich herausstellt, dass genau diese Haare magische Kräfte besitzen. Das Motiv eines Außenseiters, der seine vermeintliche Schwäche in eine Stärke verwandelt, zog sich durch Nöstlingers gesamtes Werk.
Vom Zeichenbrett zur Schreibmaschine
Bevor Nöstlinger schrieb, hatte sie Gebrauchsgrafik studiert. Aus der bildenden Kunst wechselte sie in die Literatur und blieb dabei nicht nur bei Kinderbüchern: Sie verfasste zusätzlich Dialektgedichte, Kolumnen, Theaterstücke und Filmdrehbücher.
Die prägende Entscheidung
Dass aus einer einzelnen Geschichte ein Lebenswerk wurde, lag an Nöstlingers Arbeitstempo. Sie schrieb zeitweise bis zu 16 Stunden am Tag und produzierte damit eine Textmenge, die ihr später den Spitznamen Ein-Mann-Buchstabenfabrik einbrachte – eine Bezeichnung, die sie selbst prägte und gern verwendete.
Alltag zwischen den Formaten
Neben den Büchern entstand mit „Dschi-Dsche-i-Wischer Dschunior“ auch eine frühmorgendliche Radiocomedy. Der Wechsel zwischen Buch, Bühne, Drehbuch und Hörfunk zeigt, dass Nöstlinger Schreiben nicht als einzelnes Projekt, sondern als tägliche Arbeit in wechselnden Formen verstand.
Das Erbe nach 2018
Christine Nöstlinger starb 2018. Ihre Töchter Barbara Waldschütz und Christiana Nöstlinger gründeten danach die Buchstabenfabrik, um den literarischen Nachlass zu verwalten, der heute in der Nationalbibliothek aufbewahrt wird. Das posthum erschienene Buch „Marie und die Wolke“ illustrierte Barbara Waldschütz; das Manuskript hatte ihr die Mutter zuvor mit dem Satz „Mach was draus“ übergeben.







