Christian Wehrschütz: Die Entscheidung, nach 25 Jahren als Kriegsreporter aufzuhören

Christian Wehrschütz: Die Entscheidung, nach 25 Jahren als Kriegsreporter aufzuhören

Oktober in den Ruhestand. Der gebürtige Grazer berichtete aus den gefährlichsten Krisenregionen Europas und wurde für seine Arbeit mit dem Romy-Preis ausgezeichnet. In der Radiosendung „Noten und Anekdoten“ blickt er nun auf seine Zeit als Kriegsreporter zurück.
25 Jahre unter extremen Bedingungen als Kriegsreporter
Wehrschütz hat über ein Vierteljahrhundert aus Krisenregionen berichtet und dabei wiederholt unter gefährlichen Bedingungen gearbeitet. Für seine journalistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Romy-Preis. Diese Auszeichnungen stehen stellvertretend für eine Berichterstattung, die ihn weit über Österreich hinaus bekannt gemacht hat.
Vom Balkan nach Kiew: der Weg zum Krisenreporter
Seine Laufbahn als Auslandskorrespondent begann 1999 auf dem Balkan. Von dort aus baute Wehrschütz über Jahre eine Berichterstattung auf, die ihn tief in die Konfliktregionen Südosteuropas führte. Ab 2015 übernahm er zusätzlich die Leitung des ORF-Büros in Kiew und berichtete damit parallel aus zwei der angespanntesten Regionen Europas.
Die Entscheidung: Pension zum 31. Oktober
Wehrschütz tritt in den Ruhestand. Bereits zuvor hatte er angekündigt, nach dem Ende seiner Tätigkeit beim ORF mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu wollen. Diese Entscheidung markiert den Schlusspunkt einer Karriere, die er überwiegend in Krisengebieten verbracht hat.
Zwei Kinder und ein neues Ehrenamt: was als Nächstes kommt
Wehrschütz ist Vater von zwei Kindern. Nach seinem Abschied vom ORF will er sich stärker um die Familie kümmern und übernimmt eine neue Rolle bei der Freiwilligen Feuerwehr Fladnitz. In der Radiosendung „Noten und Anekdoten“ gibt er bereits jetzt persönliche und berufliche Einblicke in seinen Alltag als Korrespondent und lässt Hörerinnen und Hörer an Momenten seiner Laufbahn teilhaben, die sonst im Hintergrund geblieben wären.
Für das Publikum bedeutet sein Rückzug das Ende einer Ära der österreichischen Kriegsberichterstattung: Mit Wehrschütz verschwindet eine Stimme, die Serbien, Kroatien, Slowenien und weitere Balkanstaaten sowie die Ukraine über Jahre eng begleitet hat.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.







